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Dubioses Fax der „Gewerbemeldung.de“ ignorieren

Dubioses Fax der Gewerbe-Meldung.de ignorieren

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Es ist die alte Masche: per Fax werden Gewerbetreibende dazu aufgefordert, ihre Angaben zur Firma zu kontrollieren und zu ergänzen und das Fax unterschrieben kostenfrei zurückzusenden. In der Hetze des Alltags und weil das Fax oft recht amtlich aussieht, wird das Kleingedruckte nicht gelesen und alles brav gemacht.

Die Verantwortlichen dieser Firma haben sich auch etwas Neues einfallen lassen: durch den handschriftlichen Vermerk Eilige Faxmeldung! wird suggeriert, man stehe schon in Geschäftsbeziehungen, es sei etwas wirklich Wichtiges und Eiliges.

Und ein paar Wochen später kommt die große Ernüchterung: das Register ist gar kein amtliches, kostenfreies, sondern mit der Unterschrift hat man einen Dreijahresvertrag zu jährlich 348,- Euro netto abgeschlossen, zusammen also sich zu einer Zahlung von 1.242,36 Euro verpflichtet. Nun lesen die Betroffenen dann doch das Kleingedruckte und fühlen sich überrumpelt. Was ist zu tun? Einfach ignorieren fällt den meisten schwer bei der folgenden Mahnoffensive. Es bietet sich eine Anfechtung wegen Täuschung an, ein Widerruf steht Gewerbetreibenden leider nicht zur Verfügung.

In unserer Kanzlei haben wir schon viele derartige Mandate bearbeitet und keiner unserer Mandanten hat die Forderungen dieser zwielichtigen Gestalten erfüllt. Wer will, kann den Spieß auch umdrehen und den Anbieter zum Schadensersatz für die entstandenen Rechtsanwaltsgebühren auffordern. Hier gibt es in ähnlich gelagerten Fällen bereits Urteile von Gerichten, die diesen Anspruch bestätigen. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: der Sitz der Europe Reg Services Ltd. ist in Malta

„Jetzt haben wir zwei Kinderzimmer !“

Dienstag morgen, eine Mandantin ruft an und ist ganz aufgeregt:

Ich werde Oma und meine Tochter hat sich ein Kinderzimmer in einem Möbelhaus bestellt. Die anderen Großeltern wollten meine Tochter überraschen und haben auch ein Kinderzimmer bestellt. Das wurde jetzt schon geliefert. Ich habe jetzt schon beim Möbelhaus angerufen und gesagt, dass meine Tochter das Kinderzimmer nun nicht mehr will, dass sie den Kauf stornieren möchte. Die sagten aber, das Kinderzimmer sei schon unterwegs und wir könnten nicht mehr stornieren. Ich dachte, man könnte innerhalb von zwei Wochen vom Vertrag zurücktreten!

Leider musste ich die Mandantin darüber aufklären, dass das Möbelhaus Recht hat. Wenn man als Kunde im Geschäft war und dort Ware verbindlich bestellt hat, dann ist der Kaufvertrag bereits abgeschlossen und man kann nicht einfach wieder zurücktreten. Dies ist ein Irrglaube, den es auch schon vor Zeiten des Onlinehandels gab. Wer im Internet kauft, ist klar im Vorteil: er kann innerhalb von zwei Wochen den Vertrag widerrufen und ist aus der Nummer raus. Nicht aber im realen Leben, hier gilt der Grundsatz: pacta sunt servanda, also Verträge sind einzuhalten. Es ist nur Kulanz, wenn die Geschäfte einwandfreie Waren umtauschen oder gar den Kaufpreis zurückzahlen. Einen Anspruch hat der Kunde hierauf nicht!

„Gewerbe-Meldung“ – Vorsicht Falle !

Bereits seit Jahren versuchen findige Geschäftemacher Gewerbetreibende hereinzulegen. Die Masche ist ganz einfach und funktioniert anscheinend auch ganz gut:

Die Gewerbetreibenden erhalten ein behördlich aussehendes Anschreiben und werden aufgefordert, auf dem Formular die Angaben zu ihrer Firma zu überprüfen und zu ergänzen und dieses dann innerhalb einer bestimmten Frist wieder zurückzuschicken. Absender ist ein Gewerbeverzeichnis, Zentrales Gewerberegister, oder wie jetzt ganz aktuell, dieLandstuhl.Gewerbe-Meldung.de. 

Grafik zu Gewerbemeldung Vorsicht Falle

Die machen das jetzt ganz geschickt, machen ein Anschreiben, in dem behauptet wird, dass sie die Abwicklung der Gewerbeverzeichnisse in der Bundesrepublik Deutschland übernimmt und nun zuständig sei.

Nebenkostenabrechnung 2014

Vorlagefrist beachten

Grafik zu Nebenkostenabrechnung 2014

Wem erst jetzt als Mieter die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2014 durch den Vermieter vorgelegt wird, darf sich freuen. Selbst wenn er eigentlich eine Nachzahlung von mehreren hundert Euro zahlen müsste, kann er jetzt die Zahlung verweigern und sich auf 556 Abs. 3 Satz 2 BGB berufen.

Dort heißt es:

Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten.

Abrechnungszeitraum ist bei den meisten Mietverhältnissen der 01.01.-31.12.. Für die Abrechnung des Jahres 2014 bedeutet dies, dass diese spätestens am 31.12.2015 dem Mieter hätte vorliegen müssen, alles andere ist grundsätzlich zu spät.

Daher sollten Vermieter, wollen sie nicht auf Kosten sitzen bleiben, rechtzeitig mit der Erstellung der Nebenkostenabrechnung des abgelaufenen Jahres 2015 beginnen, um nicht wertvolle Zeit zu vertrödeln und die Vorlagefrist nicht einhalten zu können.

Vorsicht Falle

Rechnungen der Fa. Flexpayment sind ein fake !!!

Und wieder haben sich Betrüger etwas Besonderes einfallen lassen, folgende email wird an Privatpersonen verschickt:

Grafit zu Vorsicht Falle

Das Besondere hierbei: die Fa. Flexpayment gibt es wirklich und verschickt für ihre Kunden Rechnungen, allerdings nicht als Anhänge?. Hierzu informiert die Fa. Flexpayment auf ihrer homepage:

Diese E-Mails stammen nicht von unserem Unternehmen! FLEX Payment verschickt keine E-Mails an Personen oder Unternehmen, mit denen keine Absprachen oder Verträge bestehen. Ebenfalls enthalten Anhänge unserer E-Mails niemals .zip, .rar, oder .exe Dateien. Sollten Sie eine Mail mit solchem Anhang erhalten, öffnen Sie den Dateianhang auf keinen Fall, da dieser Viren oder Trojaner enthalten kann.

Also: auf keinen Fall den Anhang Öffnen, email sofort löschen!!!

Ansonsten besteht die Gefahr, sich einen Trojaner auf den PC zu holen und das ist nicht nur Ärgerlich, sondern kann beispielsweise bei Firmen so richtig ins Geld gehen!